Musik und Islam – Einführung und persönliche Anspieltipps

Das Verhältnis zwischen Musik und islamischer Glaubenslehre war und ist Gegenstand heftiger und emotional geführter Debatten. Die Orthodoxie ist sich relativ einig darüber, dass Musik im Islam verboten ist, während Andere zu erklären versuchen, dass auch Gebetsruf und Koranrezitation eine Art von Musik und Gesang darstellten und Musik im Islam deshalb erlaubt sei. Ich denke tatsächlich ist das Thema etwas komplizierter und die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Fakt ist zunächst einmal, dass Musik im Leben der Frühmuslime keine große Rolle spielte und daher auch keine islamische Praxis der Frühmuslime oder gar des Propheten Muhammadsaw oder seiner Gefährtenas war. Das jedoch sagt noch nichts Konkretes über das Verhältnis von Musik und Islam aus, denn wenn man sich einige Überlieferungen ansieht, stellt man fest, dass der Prophet Muhammadsaw scheinbar recht ambivalente Urteile über Musik gefällt hat – wie gesagt, scheinbar. Tatsächlich geht es hierbei immer um den Zusammenhang. Musik, die in einer unislamischen Atmosphäre angereichert ist und zu unislamischen Handlungen und Einstellungen motiviert, ist natürlich unislamisch und damit verboten. Das Gegenteil ist der Fall, wenn Musik zu einer islamischen Atmosphäre beiträgt, Menschen zu islamischem Handeln anhält und islamische Werte vermittelt und diese in den Menschen heranreifen lässt. Ein schönes Beispiel stellt das Lied „Tala‘ al-badru ‘alaynā“ dar (hier in der Version von Yusuf Islam), welches die Einwohner/innen Medinas anlässlich der Ankunft des Propheten Muhammadsaw nach dessen Auswanderung aus Mekka als Begrüßungslied sangen.

Eine sehr schöne Zusammenfassung zum Thema bietet auch die Haltung von Hadhrat Mirza Tahir Ahmadra (hier Online). Während er z.B. auch klassische Musik lobt und ihr die Fähigkeit zuschreibt, edel zu sein und die besten, dem Menschen innewohnenden Eigenschaften zum Vorschein zu bringen, kommt Popmusik (aus gutem Grund) um Einiges schlechter weg.

Schön ist das neue hässlich!

Tatsächlich kommt man, wenn man mit offenen Augen durch die Welt läuft, schnell zu dem Schluss, dass die maßlose Allgegenwart von Musik und auch die menschliche Qualität der „Künstler“, die diese gemeinsam mit der gigantischen Musikindustrie verzapfen, in vielerlei Hinsicht den oben genannten Kriterien zuwiderlaufen. Ein flüchtiger Blick in die Top 10 der Musikcharts offenbart doch recht schnell, dass äußerlich recht ansehnliche Menschen mit innerlich hässlichen Absichten, hässliche Texte schreiben und dazu hässliche Musik komponieren, um damit orientierungslose „Groupies“ in Ohnmacht zu treiben, während das ganze Gezedere von einer riesigen Musikindustrie ausgeschlachtet wird. Ist das noch Kunst? Ist das noch Punk Rock…? Ich glaube nicht!

Ein islamischer Grundsatz besagt, dass Taten nach ihren Absichten belohnt werden. Auf hässliche Absichten folgen zumeist also hässliche Taten. Aber in der (End-)Zeit in der wir uns befinden ist „schön“ das neue „hässlich“ oder anders gesagt: Es geht nicht mehr nur um die Musik (…wahrscheinlich ging es darum noch nie!), sondern es geht auch zu einem erheblichen Anteil um die Vermarktung von Sexappeal und Körpern. Das Philosophische, Künstlerische gerät in den Hintergrund, wenn es überhaupt noch vorhanden ist.

Sucht man also Musik, die nach islamischen Maßstäben „erlaubt“ ist, wird man höchstens mal fernab vom Mainstream fündig. Aber auch hier gilt eben die Frage, ob die jeweilige Musik es schafft, beste Eigenschaften zu befördern und im weitesten Sinne „islamische“ Werte zu transportieren. Das mag heute schwerer denn je sein, aber ich habe mal einen persönlichen Versuch unternommen. Wichtig sollte dabei immer sein, dass man Musik nicht nur konsumiert, sondern sie genießt und sich Gedanken darüber macht. Nur dann ist es Kunst und nur dann, macht es Sinn. Und Sinn ist zumindest schon mal grundsätzlich islamischer als Unsinn. Aber bei aller Kritik darf Musik natürlich auch einfach nur entspannen und zur Freude anregen – aber auch das bitte mit Niveau!

 

Anspieltipps: Meine persönliche „Gott-und-Religion-CD“

Gute Koranrezitationen und ein schön vorgetragener Gebetsruf rühren mich zu Tränen. Und überhaupt ist das Arabische eine wundervolle Sprache, der ich gerne zuhöre. Darüber hinaus gibt es auch ein paar wundervolle persische oder türkische Gedichte. Aber im Allgemeinen ist das keine „richtige“ Musik. Musik muss Drums haben, sie muss krachen und direkt in die Fresse hauen, aber richtig wichtig ist auch ein schöner Text, der einen Sinn transportiert. Auch wenn es auf den ersten Blick nur schwer nachvollziehbar sein mag, so erinnern mich doch recht viele Lieder an Gott und in vielen Liedern finde ich auch islamische Werte.

Deshalb habe ich irgendwann mal angefangen, mir eine persönliche „Gott-und-Religion-CD“ zu basteln. Diese wundervolle wie abwechslungsreiche Zusammenstellung möchte ich hier mal kurz vorstellen und mit meinen Gedanken kommentieren:

Track 01: „Pigs are haram!“ (Audioclip)

Im Jahr 2009 brachte Omar Majeed den Dokumentarfilm „Taqwacore“ heraus, in dem er über muslimische Punks aus den USA berichtete. Der Begriff „Taqwacore“ setzt sich aus dem arabisch-islamischen Wort für Rechtschaffenheit, bzw. Ehrfurcht vor Gott („Taqwa“) und der Musikstilbezeichnung „Hardcore“ (Hardcore-Punk) zusammen. Die Bezeichnung stammt aus dem gleichnamigen Roman von Michael Muhammad Knight, der auch im Dokumentarfilm zu sehen ist. Der Audioclip stammt aus einer Szene, in der einige muslimische Punks eine Islamic-Convention sprengen, indem sie auf einer Kleinkunst-Bühne musizieren. Als die Polizei kommt, um die geschockten Muslime vor den Störenfrieden zu retten, rufen diese nur: „Pigs are haram!“ Keine Ahnung, ob das islamisch ist, lustig ist es auf jeden Fall! –> reinhören

Track 02: In This Moment – Prayers

Im Leben jedes Menschen gibt es Momente, wenn alles dunkel zu sein scheint und einen alles ankotzt. Prügelnde Trommeln und wütende Schreie können in diesen Fällen Wunder wirken und mit einem „God please hear me, calling“ ist danach alles wieder gut. –> reinhören

Track 03: Ganjaman – Stark wie ein Löwe

Der Text spricht eigentlich für sich: „Ich bin stark wie ein Löwe und geb’ nie auf, denn ich weiß, der liebe Gott gibt mir was ich brauch’.“ –> reinhören

Track 04: „Wenigstens weiß ich, wer mein Vater ist“ (Audioclip)

Mein Lieblingszitat aus einem der besten Filme: Der 13te Krieger. Nachdem sich Ahmad ibn Fadlan den Wikingern anschloss, lernt er durch das Zuhören am gemeinsamen Lagerfeuer langsam ihre Sprache. Als plötzlich das Gespräch auf leichte Damen fällt und ein Wikinger auf die Mutter „von dem da“ verweist, äußert sich Ahmad ibn Fadlan etwas erregt. –> reinhören

Track 05: Amon Amarth – Twilight of the Thunder God

Im Heiligen Koran sagt Allah, dass er zu jedem Volk Propheten gesandt hat, um die Botschaft vom Glauben an den Einen Gott zu verbreiten. Somit ist es sicher, dass auch in Europa wahre Propheten aufgetreten sind. Wie aber schon im vorislamischen Arabien ist aus dem anfänglichen Monotheismus ein Polytheismus getreten. Gleiches dürfte wohl für Deutschland gelten und so ist auch über Odin überliefert, dass er fastete, was mich zu der Annahme führte, dass Odin eben keine Gottheit, sondern ein Prophet des Einen Gottes war. Sein Sohn Thor könnte ihm womöglich in diesem Amt gefolgt sein. Sicher, die Zeiten waren rauer damals… –> reinhören

Track 06: Hatebreed – Beholder of Justice

Im Prinzip wird in diesem Lied die Theodizee-Frage thematisiert. Die Frage nach dem Leid in der Welt angesichts der Allmacht und Liebe Gottes stellt sich für den Islam meines Erachtens nicht, denn im Islam gehört gerade das Leid als Bedingung für die Motivation zur spirituellen wie auch weltlichen Entwicklung eine feste Größe dar. Die Frage „Beholder of Justice, why have you forgotten us?“ lässt sich daher mit dem einfachen Satz beantworten: Er hat uns nicht vergessen, sondern wenn überhaupt, haben „wir“ Ihn vergessen! –> reinhören

Track 07: As I Lay Dying – The Sound of Truth

As I Lay Dying gehört schon seit längerer Zeit zu einer der besseren christlichen Metalbands. Textlich ein Klasse Song, der davon handelt, dass man sich gerne selbst zurechtlügt, was „Wahrheit“ ist und dass dem dann oftmals blind gefolgt wird, ohne eben weiter nachzudenken: „We have all heard what we wanted to hear – Truth: that sounds right to our ears. We speak of fighting to resist this world – But what about the battle within us? – If we have chosen to live against the grain – Then why are we all facing the same way? There is no difference between us and them – If we all blindly seek truth from sentiments.” –> reinhören

Track 08: The Kominas – Sharia Law in the USA

Die islamische Punk-Bewegung hat musikalisch nur wenig echt gute Bands hervorgebracht. The Kominas (urdu: „Die Bastarde“) gehören aber dazu. Sharia-Law in the USA ist eine gewollt provozierende Ode eines islamischen Terroristen an islamophobe US-Amerikaner. –> reinhören

Track 09: Marek Fis und Abdelkarim im Kegelverein (Audioclip)

Die beiden Kabarettisten Marek Fis und Abdelkarim in „Wer ist der bessere Deutsche“. Diesmal im Kegelverein: „Moslems oder wadd weiß ich was datt sind, wir kennen das durchen Urlaub.“ – Großartig! –> reinhören

Track 10: Pentagram – Bir

Pentagram (aka: Mezarkabul) ist eine türkische Metalband. Der Song „Bir“ (Eins) ist sozusagen meine persönliche Hymne für den interreligiösen Dialog: Günümüzün dünyasinda – Hepsi ayni hepsi ala – Isa Musa Muhammed Buda – Neyin varsa bilmis senin“ (In der heutigen Welt sind sie alle gleich, alle sind göttlichen Ursprungs, Jesus, Moses, Muhammad, Buddha, sie wussten alles über Dich!) –> reinhören

Track 11: Mighty Vibez – Creator

Die Fuldaer Reggaeband mit einem Tribut an unser aller Schöpfer-Gott, der sich dem Menschen in verschiedenen Religionen und Formen offenbart. –> reinhören

Track 12: Allah is too big (Audioclip)

Eine der besten Freitagsansprachen überhaupt. Entnommen aus der Verfilmung von Michael Mohammad Knights Roman „The Taqwacores“, 2010 von Regisseur Eyad Zahra: „Allah is too big and too open for my Islam to be small and closed…” –> reinhören

Track 13: Propagandhi – Hailie Selassie, Up your Ass (aka: “Fuck Religion”)

Eigentlich ist das Lied ein direkter Angriff gegen die Rastafari-Religion, die hier als „Amalgation of jewish scriptures and christian thoughts“ kritisiert wird. Darüber hinaus ist das Lied aber auch eine Kritik an blindem Glauben generell. Tatsächlich ist aus muslimischer Sicht Hailie Selassie kein Prophet Gottes, wenngleich viele Anhänger des Rastafari gute religiöse Werte vertreten und einen tiefen Glauben an den Einen Gott haben. Ich selbst verstehe das Lied auch nicht als Angriff gegen Religion an sich, sondern gegen die Instrumentalisierung und Politisierung von Religion („Fuck Zionism, Fuck Militarism, Fuck Religion!“). Vom Sinn her passt es absolut, denn es geht nicht um die äußere Form, die nur ein Vehikel darstellt, sondern um den Kern der Religion, nämlich das Erreichen von Gottes Nähe. Und wenn man sich daran orientiert, kann man ruhigen Gewissens sagen: „Fuck Religion!“ –> reinhören

Track 14: Curse – Schein Heilig

„Die Farce ist groß, Keiner sucht Gott sondern wartet bloß – Auf das Jesus kommt und sie holt von den geistig Toten wie Lazarus – Ich les in Sprüchen Salomons, Weisheit von David’s Thron – Such alleine nach Gottes Reich, In den Zeiten von Babylon – Was bleibt mir schon, Wahrscheinlich alleinig ich, doch das reicht mir nicht – Such von Mekka bis Minden nach Gleichgesinnten die bei mir sind.“ –> reinhören

Track 15: Serdar Somuncu bei NTV über Pierre Vogel (Audioclip)

Serdar Somuncu ist einer meiner persönlichen Lieblingsgestalten des politischen Kabaretts. Sein Urteil über den bekannten wie hängen gebliebenen Lieblings-Wahabbiten medialer Berichterstattung ist einfach schön anzuhören: „Ist halt ein Schwachkopf, lässt sich nen roten Bart wachsen und macht da ne riesen Show, repräsentiert weder mich noch irgendwen andern…. und wird von Ihnen gesendet!“ –> reinhören

Track 16: Marilyn Manson – Fight Song

Obwohl Marilyn Manson immer als Atheist dargestellt wird, nur weil er eine tiefe Abneigung gegen das (amerikanische) Christentum an den Tag legt, ist er doch wesentlich tiefsinniger. „I’m not a slave to a god, that doesn’t exist.“ ist in diesem Sinne als Aufforderung zu verstehen, selbst aktiv zu sein und nicht auf bloße Vergebung zu hoffen, sondern auch etwas zu tun. Oder wie ich es interpretiere: Sei kein Sklave eines Gottes, den es gar nicht gibt, sondern sei ein Sklave des Einen Gottes, den es wirklich gibt und erlange so tatsächliche Freiheit. Auch wenn Marilyn Manson das wohl so nie gemeint hat: Ich meine es so! Deshalb ist der Fight-Song für mich auch alles andere als antireligiös, sondern vielmehr eine Liebeserklärung an den einen, wahren Gott. –> reinhören

Track 17: Muslim Punk Scene? (Audioclip)

Auch diese Szene ist entnommen aus dem Film “The Taqwacores“ (2010). Jehangir erläutert Yusef die Entwicklung des Punk von einer fast schon philosophisch anmutenden, gesellschaftskritischen Protestbewegung hin zu einer vom Kapitalismus vereinnahmten und seiner Ideologie enteigneten Popkultur. Interessanterweise gibt es eine Parallele zum Islam, dessen zugrunde liegende Philosophie und eigentlicher Kerninhalt ebenfalls von vielen Muslimen vergessen wurde, sodass er in der öffentlichen Wahrnehmung heute doch vielmehr zu einem starren Gebilde aus Geboten und Gesetzen verkümmert ist. –> reinhören

Track 18: Kourosh Poursalchi – Muhammed was a Punk Rocker

Der Text stammt aus dem Taqwacores-Roman und wurde von Kourosh Poursalchi vertont. Obwohl das Lied häretisch anmuten mag, haben Islam und Punk Rock hinsichtlich Gesellschaftskritik doch so einiges gemeinsam. Rasulullahsaw war in diesem Sinne ein Punk, weil die Mekkaner ihn für „Müll“ hielten, weil er gegen den Mainstream sprach. Ersaw lehrte eigenständiges Denken und dass man für seine Ziele einstehen muss. Er befreite den Menschen aus seiner Abhängigkeit von Figuren und allerlei anderer Fesseln der Gesellschaft. Zugegeben: Es ist eine relativ unvollständige, pubertäre Vorstellung vom Wesen des Prophetensaw und seinen Eigenschaften. Erinnern wir uns aber an das Hadith über einen Bettler, der Gott so liebte, dass er sagte, er wolle Gottes Flöhe aus dessen Haar säubern, wenn er ihn nach dem Tod begegne. Gott sagte, dass man diesen Kerl nicht schelten solle, da er auf seinem Niveau sprach und nach seinem Verständnis über Gott sprach. In diesem Sinne steht das Lied auch: Auf einer eher niederen Schiene zur Liebe zum Prophetensaw, aber absolut ein Liebesbeweis! –> reinhören

Track 19: Matisyahu – Jerusalem

Matisyahu ist großartig. „Jerusalem“ basiert auf Psalm 137, in dem es um die Rückkehr aus babylonischer Gefangenschaft in die Heimat Jerusalem geht. Im übertragenen Sinn geht es aber auch darum, dass man seine Wurzeln im Glauben nicht vergisst. Eine „muslimische“ Version würde dann „Mekka“ heißen: “Jerusalem, if I forget you – Fire not gonna come from me tongue – Jerusalem, if I forget you – Let my right hand forget what its supposed to do…” –> reinhören

Track 20: Johnny Cash – The Man comes around

Neben dem Intro aus der Johannes-Offenbarung geht es in dem Lied auch insgesamt über die Endzeit und das Jüngste Gericht. –> reinhören

Track 21: Jede Sünde gegen den Sünder (Audioclip)

„Ich leugne nicht, dass es mein größter Wunsch ist, jede Sünde gegen den Sünder zu kehren“ aus dem Film „Sieben“, einem Thriller, in dem ein Psycho-Killer seine Opfer nach den Sieben Todsünden umbringt. Auch wenn der Psychopath doch etwas arg am Rad dreht, so kann man doch darin übereinstimmen, dass die Menschen weniger Scheiße bauen würden, wenn sie sich der Auswirkungen ihrer (sündigen) Taten stärker bewusst wären. –> hier der Trailer zum Film

Track 22: Ill Nino – God save us

Wie schon Sepultura, Soulfly oder POD ist auch Ill Nino eine südamerikanische New-Metal Band mit starken christlichen Einflüssen. Den Chorus mitzubrüllen rockt aber ungemein: „God save us! – This new life has brought us this new knife – It’s worthless and mindless to preach. I resist that!” –> reinhören

Track 23: Gott kennt Gnade (Audioclip)

„Wer glauben Sie ist dieser Mann, Gott? – Nein, Gott kennt Gnade, er nicht!“ aus Rambo 3 ist neben „Was ist das? – Blaues Licht. – Und was macht es? – Es leuchtet blau!“ eines der besten Rambo-Zitate. –> hier der Trailer zum Film

Track 24: Black Sabbath – After Forever

In ihrer Entstehungszeit wurden gerade Black Sabbath immer wieder mit Satanismus in Verbindung gebracht und behauptet, sie versteckten satanische Botschaften auf ihren Schallplatten, die sich offenbarten, wenn man sie rückwärts abspielte (für die jüngeren Leser: Schallplatten, das waren große schwarze Scheiben, der eine Nadel schöne Töne und ein noch schöneres Kratzen entlockte). Tatsächlich spielten Black Sabbath anfangs viel mit Okkultismus herum, zumindest sind aber Geezer Butler und Ozzy Osbourne sehr gläubig. In diesem Sinne ist „After Forever“ vom Album „Master of Reality“ ein Lied über „Standard-Gläubige“, die Vorurteile gegenüber solchen Gläubigen haben, die „anders“ aussehen und sich „anders“ geben, als der Standard. –> reinhören

Track 25: Joan Osborne – (What If God was) One of Us

Ein Klassiker. –> reinhören

Track 26: The Kominas – Every Land is Karbala, Every Day is A’shura (Mix)

“Every Land is Karbala, Every Day is A’shura” ist eigentlich ein schiitisches Nasheed, das an die Schlacht von Kerbala erinnert und aussagt, dass man zu jeder Zeit und an jedem Ort alles für seinen Glauben an Allah geben soll. Die Kominas haben eine recht coole Version dieses Nasheeds in ihrem Lied „I want a Handjob“ verwurstelt. Wie man aber am Titel erahnen kann, ist der Rest des Lieds ziemlich assi und gefällt auch nicht wirklich. Deshalb habe ich mir einen eigenen Mix gemacht und das Nasheed aus dem Lied von den Kominas herausgebastelt. Bei den Übergängen klingts zwar blöd, aber der Sinn war es wert. –> reinhören (in die Version von den Kominas)

Track 27: Das Leben des Brian – Messias (Audioclip)

Geniales Zitat aus einem genialen Film. Meiner Meinung nach zeigt es die Art und Weise, wie sich manche „gläubigen Menschen“ ihre Religion ihren eigenen Erwartungen anpassen. Einfach passend. –-> reinhören (in englisch)

Track 28: Soulfly – Fly High

Mein absolutes Lieblingslied von Soufly. Es ist eine Art Gebet mit der Bitte um Rechtleitung in schweren Zeiten: „Pressure building on my soul – I ask God to take control – Guide me through this fucked up world…just let my soul fly free!” –> reinhören

Gesamte Playlist auf Youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=z3pTBv6NpI0&list=PLb9QR_vfqh4UFKYnk2hkimgvHcmmAdhBO

Allah Hafiz,

Volker Ahmad Qasir, Fulda

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